Projekt
1. Mediationstag in Düsseldorf Give & Take
 
  Projekt
  "Weggehen, Ankommen, Zusammenleben"
  Filmfestival
 
  "ueber Macht" - 2009
  Gefördert durch:
   Eine Welt Forum Aktion Mensch
 
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
 Eine Welt Forum Aktion Mensch
Zukunftsvisionen auf Zelluloid
Filmfestival "ueber morgen" befasst sich mit Utopien, Träumen und Weltentwürfen
 
 
gefördert von:
 
 

Düsseldorf ist 14 Tage lang Festivalstadt. Ab dem 10. Februar bis zum 24. Februar zeigt das Programmkino Black Box in 13 Filme unter dem Motto "ueber morgen - Utopien, Träume, Weltentwürfe". Veranstalter des Filmfestivals ist eine gemeinsame Initiative der "Aktion Mensch" und zahlreicher Kooperationspartner, "Die Gesellschaft" genannt. 100 Städte präsentieren bundesweit höchst unterschiedliche Filme, die sich mit Zukunftsvisionen beschäftigen.

In Düsseldorf koordiniert das Forum Demokratie das anspruchsvolle Festival. Fünf heimische Partner sowie Regisseure und Protagonisten der Filme hat sich Wiltraud Terlinden vom Forum Demokratie ins Boot geholt - jeder Film hat quasi einen Paten. So präsentiert Greenpeace den Film "Unser Planet", der die drohende Umweltkatastrophe bildgewaltig vor Augen führt. Zum Film "Eggesin möglicherweise" kommt der Protagonist Lutz Gesell.

Den Festivalauftakt am 10.02.2008 bietet der norwegische Film "Verschwörung der Herzen", den die KoKoBe - Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle für Menschen mit geistiger Behinderung mit einem Rahmenprogramm begleitet. Erzählt wird die Geschichte der beiden Freunde Kare und Per, zweier Männer mit Down Syndrom in den besten Jahren, deren Freundschaft durch eine Frau auf die Probe gestellt wird. Ebenfalls im Festivalprogramm - und höchstaktuell: Die Dokumentation "Jesus Camp", die für den Oscar 2008 nominiert wurde. "Jesus Camp" zeigt, wie in den USA Kinder in evangelikalen Sommercamps mit suggestiven Methoden zur "Armee Gottes" ausgebildet werden.

"Vor allem Schüler und Studenten, also junge Leute, wollen wir für das Filmfestival "ueber morgen" gewinnen. Schließlich geht es um ihre Zukunft. Mit Sicherheit regen die Filme vor allem die jüngeren Generationen zum Nachdenken an", so Wiltraud Terlinden. "Wir haben daher auch zu besonderen Vorführterminen für Schulklassen thematische Experten eingeladen."

Karten kosten 6,50 € / 4,50 € ermäßigt. Schüler zahlen 3 Euro. Tickets sind erhältlich unter 0211 - 89 92 490 Black Box (Schulstr. 4, 40213 Düsseldorf).

Weitere Infos erteilt das Forum Demokratie Düsseldorf, 0211 - 34 93 09

Die 13 Dokumentar- und Spielfilme der Filmreihe "ueber morgen" sind:

"A Scanner Darkly - Der dunkle Schirm"
"Der Duft des Paradieses"
"Eggesin möglicherweise"
"Gelée Royale - der Staat bin ich"
"Hinter dem Zuckervorhang"
"I broke my Future - Paradies Europa"
"Jesus Camp"
"Les Lips oder die Macht der Phantasie"
"Menschen, Träume, Taten"
"Mit 25 geht's bergab"
"The Wild Blue Yonder"
"Unser Planet"
"Verschwörung der Herzen"


KURZBESCHREIBUNG DER FESTIVALFILME

Verschwörung der Herzen
Kåre Morten und Per, zwei Freunde mit Down-Syndrom, führen im norwegischen Bergen ein ganz normales Leben, bis Kåre Morten sich in Maybritt verliebt. Zwischen Herzklopfen, Liebesbriefen und einer skeptischen Mutter lernt er, mit seinen Gefühlen umzugehen und vor Problemen nicht wegzulaufen. Eine anrührende Geschichte über drei Menschen, die eine ganz konkrete Utopie erlebbar machen: ein selbstbestimmtes Leben inmitten der Gesellschaft.
Regie: Oyvind Sandberg 2006, 60 Min., DF
Kinotermin: 10.2., 15 Uhr
Gesprächspartner/innen: KoKoBe - Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle für Menschen mit geistiger Behinderung
Offizielle Festival-Eröffnung ab 14.30 Uhr - mit Rahmenprogramm: Rockmusik der Waschhausband, Partnerschaftsbörse Schatzkiste und Improvisationstheater

Gelée Royale - der Staat bin ich
Ob Stadtviertel, Insel, Wohnzimmer oder Tischplatte: nichts ist zu klein, um nicht ein eigener Staat werden zu können. Selbsternannte Monarchen präsentieren ihre Wohnzimmerutopien, deutsche Amtsträger philosophieren über die Bundesrepublik Deutschland und Bewohner der "Freistaat Christiania" in Kopenhagen berichten aus ihrer basisdemokratischen und autonomen Gemeinschaft, die schon seit 35 Jahren existiert.
Regie: Antje Knapp, Deutschland 2004, 63 Min., DF
Kinotermin: 11.2., 17 Uhr
Gesprächspartnerin: Antje Knapp, Regisseurin

Der Duft des Paradieses
Der Kampf für eine vom Islam dominierte Gesellschaft ist eine der mächtigsten "Utopien" unserer Zeit - ob uns das gefällt oder nicht. Was bringt Menschen dazu, ihr Leben für eine Religion zu opfern? Auf einer Reise durch die Brennpunkte des politischen Islam von Tschetschenien bis Afghanistan führt der "Duft des Paradieses" in eine fremde Welt, in der Religion und Politik unheilvolle Allianzen eingehen.
Regie: Mariusz Pilis, Marcin Mamon , Polen/Niederlande 2005, 88 Min., DF
Kinotermin: 12.2., 19.30 Uhr
Gesprächspartner: Michael Kiefer, Islamwissenschaftler (Universität Erfurt)


I Broke my Future - Paradies Europa
Demokratie, soziale Versorgung, Wohlstand - was für uns Selbstverständlichkeiten sind, klingt für viele Menschen außerhalb der "Festung Europa" wie das leibhaftige Paradies. Hunderttausende versuchen jedes Jahr, als Asylbewerber oder Illegale die Grenzen zur EU zu überwinden. Die Dokumentation begleitet vier junge Afrikaner in Berlin, deren Träume längst zerbrochen sind. Ihr Alltag besteht aus Angst vor Kontrollen, Ausbeutung als illegale Arbeitskraft und der schwindenden Hoffnung auf eine Lebensperspektive.
Regie: Carla Gunnesch, Deutschland 2006, 80 Min., DF (Fremdsprachen untertitelt)
Kinotermin: 13.2, 17 Uhr, Regisseurin anwesend
Gesprächspartnerinnen: Carla Gunnesch, Regisseurin und Bettina Hajdu, Leiterin Migrationsdienst Caritasverband Düsseldorf

Lip oder die Macht der Phantasie
1973 beginnt in der französischen Stadt Besançon ein soziales Experiment: Weil die Arbeiter der Uhrenfabrik Lip um ihre Arbeitsplätze fürchten, besetzen sie ihre Fabrik und übernehmen die Uhrenproduktion in Eigenregie. Zwei Jahre lang gelingt es ihnen, die Produktion weiterzuführen, Konzepte selbstbestimmter und gleichberechtigter Arbeit zu erproben und Entlassungen zu verhindern, bis die Fabrik 1975 zerschlagen wird.
Regie: Christian Rouaud, Frankreich 2007, 118 Min., DF
Kinotermin: 14.2., 17 Uhr
Filmpartner: attac

Jesus Camp
Für Becky Fischer steht fest: "Demokratie und Freiheit zerstören sich selbst" Sie organisiert Sommercamps für Kinder evangelikaler Christen in den USA, in denen Fünf- bis Zwölfjährige mit suggestiven Methoden zur "Armee Gottes" herangezogen werden - Vorreiter einer künftigen politisch-religiösen Erneuerung der Vereinigten Staaten. Der aktuell für denOscar nominierte Film zeigt ein martialisches Christentum, das die Frage aufwirft, welchen Platz darin Andersdenkende haben.
Regie: Heidi Ewing, Rachel Grady, USA 2006, 84 Min., DF
Kinotermin: 14.2., 19.30 Uhr
Gesprächspartner: Pfarrer Michael Manz, Synodalbeauftragter für Sekten und Weltanschauungsfragen im Kirchenkreis an der Ruhr

A Scanner Darkly - Der dunkle Schirm
Undercover-Ermittler Fred erhält den Auftrag, einen gewissen Bob Arctor zu observieren - der niemand anderes ist als er selbst. Richard Linklater verfilmt den legendären Roman von Kultautor Philip K. Dick mit Stars wie Winona Ryder, Keanu Reeves, Robert Downey Jr. und Woody Harrelson, doch mit der Technik eines Animationsfilms. In überwältigender visueller Ästhetik zeichnet er das düstere Bild eines paranoiden Überwachungsstaates mit Parallelen zum gegenwärtigen "Krieg gegen den Terror".
Regie: Richard Linklater, USA 2006, 100 Min., DF
Kinotermin: 14.2. / 15.2., 21.30 Uhr
Gesprächspartner/innen: Aktivisten des regionalen Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung

Hinter dem Zuckervorhang
Kuba polarisiert: für die einen der letzte Hort der "sozialistischen Utopie", für andere Ort von Menschenrechtsverstößen und bitterem Mangel. Camila Guzmán Urzúa wuchs in den Achtzigern in Kuba auf. Sie zeichnet ein wehmütiges Bild vergangener Ideale von sozialer Gleichheit, Erfüllung aller Grundbedürfnisse durch den Staat und Leichtigkeit des Lebens, die einer tiefgreifenden Desillusionierung gewichen sind, seitdem mit dem Ende des Ostblocks auch die kubanische Wirtschaft zusammenbrach.
Regie: Camila Guzmán Urzúa, Kuba/Spanien/Frankreich 2006, 82 Min., OmU
Kinotermin: 15.2., 19.30 Uhr
Gesprächspartner/innen und Rahmenprogramm: Soli Cuba e.V.

Unser Planet
Bis 2010 werden sieben Milliarden Menschen die Erde bevölkern, 2050 sollen es neun Milliarden sein. Sie alle auf dem Niveau der westlichen Industrieländer zu versorgen, würde die Ressourcen von fünf Planeten erfordern. Müssen wir radikale Abstriche an unserem Lebensstandard vornehmen, um das Überleben aller zu sichern? Ist die Menschheit zu einem Kurswechsel überhaupt fähig?
Regie: Michael Stenberg, Linus Torell, Johan Söderberg, Swe/Nor/Dk 2006, 80 Min., DF
Kinotermin: 18.2., 17 Uhr
Gesprächspartner/innen und Information: Greenpeace Düsseldorf

Mit 25 geht's bergab
Mit 25 hat der menschliche Körper seinen Leistungshöhepunkt erreicht und beginnt danach zu altern. Diesen Prozess versucht die weltweite Schönheitsindustrie mit Cremes und Chirurgie zu stoppen - und verdient daran Milliarden. Für viele Menschen ist der eigene Körper ihr wichtigstes Projekt. Ist Altern eine Krankheit? Ist eine Gesellschaft denkbar, in der es nur noch schöne Menschen gibt?
Regie: Milka Pavlicevic, André Schäfer, Deutschland 2005, 76 Min., DF
Kinotermin: 19.2., 19 Uhr
Rahmenprogramm: Kom/ma - Verein für Frauenkommunikation Düsseldorf

Eggesin möglicherweise
Zu Zeiten der DDR waren in Eggesin 27.000 Soldaten stationiert. Dann kam die Wende und der Standort wurde aufgelöst. Die örtliche Wirtschaft brach zusammen, junge Leute wanderten ab. Mehr als ein Drittel der Einwohner sind bereits fort, weitere dreißig Prozent sollen noch folgen. Doch die Bürger von Eggesin resignieren nicht. Sie versuchen, sich in agilen Bürgerschaften zu organisieren und mit Einfallsreichtum das Beste aus ihrer Situation zu machen.
Regie: Olaf Winkler, Dirk Heth, Deutschland 2006, 84 Min., DF
Kinotermin: 20.2., 19 Uhr
Gesprächspartner/in: Marion Mertin, Protagonistin im Film
und Dirk Heth, Co - Regisseur und Kameramann

The Wild Blue Yonder
Filmemacher Werner Herzog erzählt in "The Wild Blue Yonder" die Geschichte zweier hoffnungsloser Begegnungen mit der jeweils anderen Art. Zwischen verlorenen Aliens, im All treibenden Astronauten und Astrophysikern, die über interplanetarische Super-Highways spekulieren, entdeckt er die gefährdete Schönheit des Planeten Erde: Warum in ferne Galaxien streben, wenn es auf dem eigenen Planeten einiges zu tun gibt?
Regie: Werner Herzog, Deutschland 2005, 81 Min., OmU
Kinotermin: 21.2. / 22.2., 21.30 Uhr
Filmpartner: IG Bau

Menschen, Träume, Taten
43 Frauen, 35 Männer und 33 Kinder haben sich den Traum vom selbstbestimmten Leben erfüllt: Seit zehn Jahren leben sie zusammen im Ökodorf "Sieben Linden". Ihr Gesellschaftsentwurf basiert auf genossenschaftlichem Eigentum, Mitbestimmungsrecht, Gemeinschaftskultur und Selbstversorgung. Ohne die Probleme einer Großkommune auszusparen, zeigt Andreas Stiglmayr, wie Utopie ganz konkret gelebt werden kann.
Regie: Andreas Stiglmayr, Deutschland 2006, 87 Min., DF
Kinotermin: 24.2., 19 Uhr
Gesprächspartner: Andreas Stiglmayr, Regisseur

 
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