|
I.
Projekt - Hintergründe
In den Jahren 2002 und 2003 setzten
sich ca. 1200 Jugendliche mittels
der multimedialen Ausstellung "Labyrinth
Fluchtweg" u. a. mit den Themen
Fluchtverlauf, Emigration, Situation
im Zielland Deutschland auseinander.
Das damalige Konzept umfasste eine
kurze Einführung vor und eine
Auswertung nach dem Besuch der Ausstellung
mit Fachleuten.
Die
dabei gemachten Erfahrungen haben
gezeigt, das wenig Kenntnisse über
die Hintergründe von Migration,
über die Ursachen und Auswirkungen
in den Heimatländern und Zielländern,
über die Verbindung zum jetzigen
Lebensalltag, über die allgemeine
Nord-Süd-Problematik und über
Eine Welt Diskussionen vorhanden waren.
Deshalb entwickelten wir ein neues
Projektkonzept, das genau diese Punkte
aufgreift.
Gleichzeitig
geht das Projekt davon aus, dass Menschen
in Hinblick auf ihre Gefühlswelt
vor allem im Nahbereich verankert
sind und diese als dominant erleben.
Menschen sind dann am meisten zu motivieren
sich zu engagieren, wenn ein persönlicher
Bezug, eine persönliche Betroffenheit
vorliegt. Das Projekt nimmt diese
Tatsache in ihr Konzept auf, indem
es den Focus auf spezifische lokale
und sichtbare Probleme von Migration
in Düsseldorf richtet, um darauf
aufbauend globale Lösungen vorantreibt.
Das
Projekt spricht sowohl Schulen als
auch Einrichtungen mit einem Bildungs-
bzw. Öffentlichkeitsauftrag in
enger Kooperation an, weil davon ausgegangen
wird, dass Globalisierung und das
Aufwachsen in einer sozial, ethnisch
und kulturell pluralistischer gewordenen
Gesellschaft beide Partner permanent
vor neuen Herausforderungen stellt.
Denn gefordert ist die Erziehung der
Schülerinnen und Schüler
zu mündigen, emanzipierten Bürgerinnen
und Bürgern, die fähig sind,
in einer Einwanderungsgesellschaft
komplexe weltweite Zusammenhänge
zu erkennen und daran das eigene verantwortungsvolle
Handeln auszurichten.
Deshalb
wird als weiterer Motivationsfaktor
den Schülerinnen und Schülern
die Möglichkeit geboten, sich
als "Nachhaltigkeits - Scouts",
sogenannten Multiplikatoren für
die Eine Welt zu qualifizieren. Sie
können im Laufe des Projektes
Gestaltungskompetenz in Form zukunftsfähiger
Schlüsselqualifikationen in den
Bereichen Methodenkompetenz, Projektmanagement,
Kommunikation und Interpersonelle
Fähigkeiten erwerben.
II. Ziele des Projektes
Das Projekt "Weggehen - Ankommen
- Zusammenleben" spricht Schulen
mit multi-ethnischem Hintergrund an.
Unter
dem Aspekt der Bildung für eine
nachhaltige Entwicklung werden Schülerinnen
und Schüler darin unterstützt,
an der zukunftsfähigen Gestaltung
der Einen Welt' aktiv und verantwortungsbewusst
mitzuwirken.
In
ihrem eigenen Lebensumfeld leisten
die Schülerinnen und Schüler
einen Beitrag zu einer gerechteren
und umweltverträglicheren Weiterentwicklung,
indem sie gemeinsam lokale und globale
Aufgaben ("think lokally, act
globally") durch selbst gewählte
Aktionen in Angriff nehmen.
Anhand
der Migrationserfahrungen in ihrer
engeren Lebenswelt begreifen die Schülerinnen
und Schüler sich als Teil der
Weltgesellschaft. Dies ist ein innovativer
Weg, die Teilnehmer in eine "erfahrbare"
politische Eigenverantwortlichkeit
zu bringen.
Die
Schülerinnen und Schüler
entwickeln mit Hilfe entwicklungspolitischer
Bildung und globalen Lernens die Fähigkeit,
eigenes Handeln (oder Nichthandeln)
im Hinblick auf die lokale und globale
Gesellschaft, die sozialen und ökologischen
Folgen und die Auswirkungen für
die Zukunft zu reflektieren.
Eine
höhere Wirksamkeit wird erreicht
durch eine neue "Kultur der Partizipation"
von Schülerinnen und Schülern
in Schulen, die mit einer stärkeren
Dezentralisierung von Entscheidungsabläufen
und die Einbindung selbst- organisierter
Lernprozesse einhergeht.
Das
Projekt fördert damit den notwendigen
gesellschaftlichen Lernprozess durch
ein entsprechendes Bildungsangebot
verbunden mit Entwicklungs-("change")
Prozessen bei den inner- und außerschulischen
Kooperationspartnern.
Das
Projekt wird in seiner Wirksamkeit
evaluiert.
Das
Projekt soll in einem Werkbuch mit
methodischen Hinweisen dargestellt
werden und anderen Institutionen als
Orientierung für ähnliche
Projekte dienen.
III
Projektaufbau
Siehe genaue Beschreibung Modul I
- Modul V.
|