Projekt
1. Mediationstag in Düsseldorf Give & Take
 
  Projekt
  "Weggehen, Ankommen, Zusammenleben"
  Filmfestival
 
  "ueber Macht" - 2009
  Gefördert durch:
   Eine Welt Forum Aktion Mensch
 
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
Projektbeschreibung
   
 

I. Projekt - Hintergründe

In den Jahren 2002 und 2003 setzten sich ca. 1200 Jugendliche mittels der multimedialen Ausstellung "Labyrinth Fluchtweg" u. a. mit den Themen Fluchtverlauf, Emigration, Situation im Zielland Deutschland auseinander.
Das damalige Konzept umfasste eine kurze Einführung vor und eine Auswertung nach dem Besuch der Ausstellung mit Fachleuten.

Die dabei gemachten Erfahrungen haben gezeigt, das wenig Kenntnisse über die Hintergründe von Migration, über die Ursachen und Auswirkungen in den Heimatländern und Zielländern, über die Verbindung zum jetzigen Lebensalltag, über die allgemeine Nord-Süd-Problematik und über Eine Welt Diskussionen vorhanden waren. Deshalb entwickelten wir ein neues Projektkonzept, das genau diese Punkte aufgreift.

Gleichzeitig geht das Projekt davon aus, dass Menschen in Hinblick auf ihre Gefühlswelt vor allem im Nahbereich verankert sind und diese als dominant erleben. Menschen sind dann am meisten zu motivieren sich zu engagieren, wenn ein persönlicher Bezug, eine persönliche Betroffenheit vorliegt. Das Projekt nimmt diese Tatsache in ihr Konzept auf, indem es den Focus auf spezifische lokale und sichtbare Probleme von Migration in Düsseldorf richtet, um darauf aufbauend globale Lösungen vorantreibt.

Das Projekt spricht sowohl Schulen als auch Einrichtungen mit einem Bildungs- bzw. Öffentlichkeitsauftrag in enger Kooperation an, weil davon ausgegangen wird, dass Globalisierung und das Aufwachsen in einer sozial, ethnisch und kulturell pluralistischer gewordenen Gesellschaft beide Partner permanent vor neuen Herausforderungen stellt. Denn gefordert ist die Erziehung der Schülerinnen und Schüler zu mündigen, emanzipierten Bürgerinnen und Bürgern, die fähig sind, in einer Einwanderungsgesellschaft komplexe weltweite Zusammenhänge zu erkennen und daran das eigene verantwortungsvolle Handeln auszurichten.

Deshalb wird als weiterer Motivationsfaktor den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geboten, sich als "Nachhaltigkeits - Scouts", sogenannten Multiplikatoren für die Eine Welt zu qualifizieren. Sie können im Laufe des Projektes Gestaltungskompetenz in Form zukunftsfähiger Schlüsselqualifikationen in den Bereichen Methodenkompetenz, Projektmanagement, Kommunikation und Interpersonelle Fähigkeiten erwerben.


II. Ziele des Projektes

Das Projekt "Weggehen - Ankommen - Zusammenleben" spricht Schulen mit multi-ethnischem Hintergrund an.

Unter dem Aspekt der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung werden Schülerinnen und Schüler darin unterstützt, an der zukunftsfähigen Gestaltung der ‚Einen Welt' aktiv und verantwortungsbewusst mitzuwirken.

In ihrem eigenen Lebensumfeld leisten die Schülerinnen und Schüler einen Beitrag zu einer gerechteren und umweltverträglicheren Weiterentwicklung, indem sie gemeinsam lokale und globale Aufgaben ("think lokally, act globally") durch selbst gewählte Aktionen in Angriff nehmen.

Anhand der Migrationserfahrungen in ihrer engeren Lebenswelt begreifen die Schülerinnen und Schüler sich als Teil der Weltgesellschaft. Dies ist ein innovativer Weg, die Teilnehmer in eine "erfahrbare" politische Eigenverantwortlichkeit zu bringen.

Die Schülerinnen und Schüler entwickeln mit Hilfe entwicklungspolitischer Bildung und globalen Lernens die Fähigkeit, eigenes Handeln (oder Nichthandeln) im Hinblick auf die lokale und globale Gesellschaft, die sozialen und ökologischen Folgen und die Auswirkungen für die Zukunft zu reflektieren.

Eine höhere Wirksamkeit wird erreicht durch eine neue "Kultur der Partizipation" von Schülerinnen und Schülern in Schulen, die mit einer stärkeren Dezentralisierung von Entscheidungsabläufen und die Einbindung selbst- organisierter Lernprozesse einhergeht.

Das Projekt fördert damit den notwendigen gesellschaftlichen Lernprozess durch ein entsprechendes Bildungsangebot verbunden mit Entwicklungs-("change") Prozessen bei den inner- und außerschulischen Kooperationspartnern.

Das Projekt wird in seiner Wirksamkeit evaluiert.

Das Projekt soll in einem Werkbuch mit methodischen Hinweisen dargestellt werden und anderen Institutionen als Orientierung für ähnliche Projekte dienen.

III Projektaufbau

Siehe genaue Beschreibung Modul I - Modul V.

 

 

Anmerkung der Projektleitung:

Dekade "Education for Sustainable development"

Auf Empfehlung des Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung in Johannisburg 2002 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Dekade "Education for Sustainable development" für den Zeitraum 2005 bis 2014 beschlossen.
Die Dekade ist die Konsequenz aus der 1992 in Rio de Janeiro verabschiedete Agenda 21 sowie des in Johannesburg verabschiedete "Plan of Implementation".

"Bildung für nachhaltige Entwicklung" wird in den Dokumenten als unerlässliche Voraussetzung für die weltweite Förderung einer nachhaltigen Entwicklung gesehen und als Querschnittsaufgabe des gesamten Bildungswesens aufgefasst.

 

 

weitere Infos beim: Forum Demokratie Düsseldorf

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